Arasch Zandieh

Fotografie & Grafikdesign aus Göttingen

„Mein neues Zuhause“

„Mein neues Zuhause“ ist ein Integrationsprojekt des Fotografen Arasch Zandieh für Geflüchtete in der Bonveno Wohnanlage am Nonnenstieg in Göttingen.
„Mein neues Zuhause“ ist ein Integrationsprojekt des Fotografen Arasch Zandieh für Geflüchtete

Menschen, ihre Gesichter und die Geschichten dahinter faszinieren ihn: Arasch Zandieh, Fotograf und Grafikdesigner aus Göttingen, der integrationsfördernde Projekte für Geflüchtete entwickelt:

„Ich möchte mit meinen schwarz-weißen Porträtaufnahmen vor allem die Seele und die Geschichte der Menschen rüberbringen und ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit setzen. Uns Menschen, überall auf der Welt, verbindet viel mehr als uns trennt. Die Herkunft ist irrelevant, wir alle haben das Recht auf ein sicheres und glückliches Leben, denn jeder strebt nach Geborgenheit und Frieden. Besonders jetzt in der aktuellen politischen Lage, der offenen Fremdenfeindlichkeit und lautem Hass gegenüber Minderheiten, möchte ich Anstöße zum Denken geben, Menschen zusammenbringen und ihre Herzen berühren.“

Die Porträts wurden im Bonveno Kalender 2017 verwendet

Arasch Zandiehs Porträts laden ein, den Menschen in die Augen zu schauen. Sie geben den Geflüchteten ein Gesicht in der Öffentlichkeit, holen sie aus der Anonymität und erzählen ihre Geschichten. Arasch Zandieh möchte Brücken bauen und wünscht sich, dass er so mehr Verständnis für die Lebenssituation dieser Menschen weckt. Gleichzeitig möchte er ihnen zeigen, wie einzigartig, interessant und wertvoll sie sind. Die Zusammenarbeit im Projekt vermittelt den Menschen zusätzlich Anerkennung und erzeugt Selbstvertrauen, Motivation und Freude.

„Aus eigener Erfahrung bin ich davon überzeugt, je eher und besser wir diese Menschen integrieren, desto mehr werden sie unsere Gesellschaft bereichern. Ich bedanke mich bei allen Unterstützern, darunter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bonveno gGmbH, die dieses Projekt möglich gemacht haben.“

»Herausgekommen sind beeindruckende Fotografien in Schwarz-Weiß, dazu kleine Geschichten über oft schlimme Erlebnisse, aber auch gute Gefühle im helfenden Deutschland: Und Zandieh ist etwas geglückt, was nicht oft gelingt: Er bewegt sich gefühlt und optisch mit den Porträtierten auf Augenhöhe. „Das war mir wichtig!“ Für Kinder ging er in die Knie, für großgewachsene Männer stieg er auf die Leiter.

Augenhöhe, das drückt auch und vor allem den Respekt aus, den Zandieh jedem Geflüchteten entgegenbringt – und was er ihnen ermöglichen will: Gleichberechtigung. Die Chance auf sicherem Boden aufzuwachsen. „Es ist auch ein Zeichen an alle in unserem Land.“ Die Herkunft sei irrelevant für den Umgang mit den Geflüchteten. „Wir haben alle ein Recht auf ein sicheres und glückliches Leben.“«

Quelle: https://www.hna7.de/heimat/fotograf-aus-goettingen-macht-bilder-von-fluechtlingen-7175133.html

„Unserer Arme bauen ein Brücke über Abgründe und Schluchten. Mutig wandere ich von mir zu dir, im vertrauen, dass du mir entgegen kommst und meine Fremde besiegst.
Lass uns in jedem Atemzug sagen, ängste dich nicht vor mir.
Wer soll denn, wenn nicht wir, die Tränen trocknen und einander Engel sein, wenn nachts uns jeden Weg verdunkelt.“
—Wilhelm Bruners

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